::::DENISE WINTER
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A M, 2014, Corian, 75 x 97 cm

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atriumatrium

Atrium. Wo das Schaf und der Wolf aus dem Pelz kamen
/ Atrium. Where the sheep and the wolf came out of the fur

Kunst am Bau im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), Berlin
/ art in architecture in the Federal Ministry of food, agriculture and consumer protection (BMELV), Berlin
Eine Fläche aus Buchevollholz ist über die horizontale Mitte von vier Rohspanplatten freigelegt. Die Farben und geradlinigen Formen der gefrästen Platten erinnern an den Blick auf ein landwirtschaftlich genutztes Gebiet, auf brachliegende Äcker und Felder, die auf ihre Grundformen reduziert wurden. Die Vorlage der Komposition von Atrium wählte Denise Winter jedoch anhand einer Fotografie, die im Atrium des Neubaus des Ministeriums entstand und derart transformiert wurde, dass ein Bezug zwischen der architektonischen Umgebung des Werkes und dem Eindruck einer Naturlandschaft geschaffen wird. Wie durch ein Fenster blickt man auf eine freie Fläche, die eigentlich ein Architekturausschnitt ist.
Die Fokussierung, Isolierung und Transformation architektonischer Formen ist eine Arbeitsweise der Künstlerin, die sich in Form von Projektionen, Papierarbeiten, Fotografien, Installationen und Skulpturen zeigt. Im Fall von Atrium wurde das Material Rohspan verwendet, das aus der Wiederverwertung von Restholz gewonnen wird. Das als minderwertig angesehene Material wird gewöhnlich mit Vollholz furniert um es aufzuwerten. Wie der „Wolf im Schafspelz“ ist also das Material Rohspan verdeckt. Bei Atrium ist diese Furnierung umgekehrt, denn zwischen zwei Rohspanplatten befindet sich die Vollholzplatte aus Birkenholz. Sie ist im Zentrum freigelegt, wodurch die innere Struktur des Werkes sichtbar wird.
Die drei vertikalen Schnittkanten ordnen das Werk, da sie die gesamte Platte bis zur untersten Schicht durchschneiden. Aus der Nähe betrachtet sind die Schichten der Platten und die Laufrichtung der Fräse zu erkennen, wodurch der Herstellungsprozess sichtbar wird. Das Innere ist nach außen gekehrt. Die Aufdeckung und Aufklärung von etwas Verstecktem wird thematisiert. Das Kunstwerk erzeugt Verbindungen, die auf die Landwirtschaft, Natur, das Gebäude und die Aufgabe des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz verweisen.

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denise winterdenise winter

Kertész Utca, 2013, MDF, ca. 174 x 109 x 2 cm
/ Kertész Utca, 2013, MDF, approx. 174 x 109 x 2 cm
Foto re. / photo r.: Jens Sundheim

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imi

Imi ist König im Setzen, Stellen und Legen, 2013, C-Print, Passepartoutkarton, Metallklemmen, Nägel, 60 x 80 x 6/11,5 cm
/ Imi is the king of putting, 2013, c-print, passepartout board, metal clips, nails, 60 x 80 x 6/11,5 cm
Foto li. / photo l.: Jens Sundheim, während der Ausstellungseröffnung / during the exhibition opening
Foto re. / photo r.: zwei Monate später / two month later

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bils aus i

Foto aus I, 2013, Fotodruck auf Papier, Klebeband, 17,5 x 21,5 cm
/ photo from I, 2013, print on paper, tape, 17,5 x 21,5 cm

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Hinterhof, 2012, Rohspanplatte, ca. 9 x 120 x 160 cm
/ backyard, 2012, chipboard, approx. 9 x 120 x 160 cm
Foto / photo: Hannes Woidich

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Flur_Ansicht01 und 02, 2010, Aluminium, ca. 55 x 155 x 55 cm
/ hall_image01 and 02, 2010, aluminium, approx. 55 x 155 x 55 cm

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denise winter schreibmaschinenzeichnung01denise winter schreibmaschinenzeichnung

denise winter schreibmaschinenzeichnung

Schreibmaschinenzeichnung 2013_01, 2013, Papier, Tinte, 20 x 30 cm
/typewriter drawing 2013_01, 2013, paper, ink, 20 x 30 cm

Foto 1-3: Ausstellungsansicht Office 152 no. 2, Berlin
/ pictures 1-3: exhibition situation Office 152 no.2, Berlin

(...) Ein mit der Schreibmaschine geschriebener Text befindet sich in Stücke zerteilt bogenförmig auf dem Papier. Sofort wird ersichtlich, dass der Text auf das gefaltete Papier getippt wurde, das in einem späteren Schritt auseinandergefaltet wird und dabei den zusammenhängenden Text zerteilt. (...)
Es handelt sich hier um ein Gedicht der Künstlerin, das sie bei einer Artist Residency im Mai 2013 in Istanbul geschrieben hat. Sie diktierte das Gedicht einem Türken, der kein Deutsch spricht und die deutschen Worte in die türkische Schrift übertrug. Somit achtete er nur auf die phonetischen Laute der deutschen Sprache ohne zu wissen, wie die Worte auf Deutsch geschrieben werden. Daraus entstand ein Text, der in türkischer Schrift geschrieben steht, jedoch deutsch klingt, sobald ihn jemand vorliest, der die Aussprache der türkischen Buchstaben kennt. Andererseits ist es für deutschsprachige Personen erschwert, den Text wieder in die deutsche Sprache umzuformen, um dann die Semantik zu entschlüsseln. (...)
Text: Samira Yildirim, vollständiger Text siehe: Seite_Text oder office152

/ text about the work and Office 152 (in German only): office152
und / and: Seite_Text (in German only)
Foto re. / photo r.: Jens Sundheim
Dank an/ thanks to: Serhat Cacekli and Mehmet Kahraman

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formformform, 2012, Papier, 20 x 15 cm
/ formformform, 2012, paper, 20 x 15 cm

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linksbündig rechtsbündig, 2012, Papier, 23,5 x 32,5 cm
/ left-adjusted right-adjusted, 2012, paper, 23,5 x 32,5 cm

 

Zeichnung01, 2012, Papier, 32,5 x 23,5 cm
/ drawing01, 2012, paper, 32,5 x 23,5 cm

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Zeichnung02, 2012, Papier, 20 x 21 cm
/ drawing02, 2012, paper, 20 x 21 cm

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Zeichnung03, 2012, Papier, 10 x 18 cm
/ drawing03, 2012, paper, 10 x 18 cm

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1und1, 2011, Handabzug 1 (Oslo), Handabzug 2 (Dresden), 27 cm x 18 cm
/ 1and1, 2011, hand proof 1 (Oslo), handproof 2 (Dresden), 27 cm x 18 cm
Foto / photo: Anke Mäbert

(...) Die Arbeiten geben auf den ersten Blick keinerlei Unterschied preis, nicht von ungefähr heißen sie „1 und 1“. Beiden liegt dasselbe analog entstandene Negativ zugrunde. Ein Architekturdetail, fotografiert auf einer Reise der Künstlerin in Syrien. Das Negativ ließ sie 2011 in einem Fotolabor in Oslo, Norwegen und in Dresden entwickeln. Bei dem Auftrag legte sie bei der Entwicklung nur die Maße fest. Die interpretatorische Auslegung überließ sie dem Labor. So sind ausgehend von dem Negativ der Künstlerin zwei Fotografien entstanden, welche die ‚Handschriftlichkeit‘ des ausführenden Mitarbeiters im Fotolabor tragen. Denise Winter thematisiert in „1 und 1“ die Frage nach dem singulären Werkcharakter, indem sie die Unikatsdebatte kritisch aufgreift und dabei auch die Reproduzierbarkeit ihrer eigenen Arbeiten hinterfragt. Das Phänomen der Unwägbarkeit, das zwangsläufig eine entscheidende Rolle bei der Werkentstehung darstellt, ist der jungen Künstlerin bereits bei der Herstellung ihrer gerollten Aluminiumtafeln, in welche Aussparungen gefräst sind, bekannt. Trotz detailgenauen Skizzen und Maßangaben, die sie für alle ihrer Objekte anfertigt, ist die bearbeitete Platte ebenfalls von der maschinellen Handschriftlichkeit des Ausführenden gekennzeichnet. Indem Winter die Entwicklung der Fotografien als dezidiertes Auftragswerk mit offenem Ausgang konzipiert, geht sie einen Schritt weiter als bei den Arbeiten aus Aluminiumplatten. Nun kalkuliert sie das Phänomen der Unwägbarkeit bewusst mit ein, wenn der konzeptionelle Teil der Fotoarbeit eine bislang noch nicht in dieser planerischen Genauigkeit entscheidende Funktion bei der Entstehung einnimmt. Sie schreibt sich in die Traditionslinie der Concept Art ein, indem sie deren künstlerische Vorgehensweisen übernimmt. Zugleich aktualisiert sie diese vor dem Hintergrund der Diskussion um Original und Fälschung, die im Zeitalter der digitalen Bildbearbeitung immer virulenter wird. (...)

Auszug aus dem Text von Gwendolin Kremer zur Eröffnung der Ausstellung SchnittMuster, vollständiger Text: Seite_Text

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Schnittmenge_02, 2011, Aluminium, ca. 75 x 106 x 4 cm
/ intersection_02, 2011, aluminium, approx. 75 x 106 x 4 cm
Foto / photo: Hannes Woidich

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Hofblick, 2012, Rohspanplatte, Holz, Fotodruck, ca. 60 x 120 x 6 cm
/ backyard view, 2012, chipboard, wood, print, approx. 60 x 120 x 6 cm

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Rand n°2, 2011, Aluminium, ca. 270 x 50 x 30 cm
/ edge n°2, 2011, aluminium, approx. 270 x 50 x 30 cm

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cut out für cyan studio

Cut out für Cyan:Studio, 2011, Papierrolle, ca. 250 x 150 x 25 cm
/ cut out for Cyan:Studio, 2011, Paper roll, approx. 250 x 150 x 25 cm
Fotos / photos: Leo Buitelaar

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Aker Brygge 01, 2011, C-Print auf Alu-Dibond, 92 x 110 cm
/ Aker Brygge 01, 2011, c-print on aluminium, approx. 92 x 110 cm

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Aker Brygge 02, 2011, C-Print auf Alu-Dibond, 92 x 110 cm
/ Aker Brygge 02, 2011, c-print on aluminium, approx. 92 x 110 cm

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flur ansicht 01 a und b

Flur_Ansicht03 a und b, 2011, Aluminium, ca. 155 x 35 x 35 cm
/ hall_image01 a and b, 2011, aluminium, approx. 155 x 35 x 35 cm
Foto unten / photo below: Hannes Woidich

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o.T. (TM), 2010, C-Print aufgezogen und gerahmt, 90 x 82 cm
/ untitled (TM), 2010, c-print framed, 90 x 82 cm

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Hidden Landscape (Serie), 2010, C-Print auf Alu-Dibond, 94 x 136 cm
/ Hidden Landscape (series), 2010, c-print on alu-dibond, 94 x 136 cm

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Hidden Landscape (Serie), 2010, C-Print auf Alu-Dibond, 136 x 81 cm
/ Hidden Landscape (series), 2010, c-print on alu-dibond, 136 x 81 cm

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Hidden Landscape (Serie), 2010, C-Print auf Alu-Dibond, 136 x 79 cm
/ Hidden Landscape (series), 2010, c-print on alu-dibond, 136 x 79 cm

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Grønnegata, 2010, C-Print gerahmt, 50 x 74 cm
/ Grønnegata, 2010, c-print framed, 50 x 74 cm

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das Prinzip von kopieren und einfügen, 2009, Klebezettel, 7,6 x 7,6 cm
/ the principle of copy and paste, 2009, Klebezettel, 7,6 x 7,6 cm

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Downtown II, 2009, Farbfotografie, 50 x 75 cm
/ downtown II, 2009, c-print, 50 x 74 cm

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neuer Hafen, 2009 C-Pint auf Karton, 38 x 23 cm
/ new harbour, c-print on cardboard, 38 x 23 cm
Sonderedition erschienen zur Diplomausstellung der HfBK Dresden,
Auflage: 6 Stück, Preis je 110 Euro
/ special edition released at the final show of the Academy of Fine Arts Dresden, edition: 6 copies price each 110 Euro

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Schnitt, 2010, Papier, Metallklemme, ca. 30 x 21 x 1 cm
/ cut, 2010, paper, clip, approx. 30 x 21 x 1 cm
Das Werk besteht aus zwei Teilen: Zwei ins Papier geschnittene Formen auf der rechten Seite, zwei ins Papier geschnittene Formen auf der linken Seite.
Die Formen im rechten Papier sind zwar identisch mit den Formen im linken Papier, erscheinen aber in umgekehrter Reihenfolge. Die Schnittmenge beider Formen gibt den Blick frei auf die dahinter liegende Wand. Beim Herantreten an die Arbeit werden die dünnen Blätter durch den Windhauch in Bewegung gesetzt. Dadurch verändern sich der Schatten und die Form der Schnittmenge.

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denise winter k21

K21, 2010, Farbfotografie, 20 x 21 cm
/ K21, 2010, C-Print, 20 x 21 cm
Foto re.: Ausstellungsansicht galerie januar, Bochum 2013
/ photo r.: exhibition view galerie januar, Bochum 2013

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>0,7m³ (nach Boxhome), 2009, AlMgSi1 (Aluminiumlegierung), ca. 300 x 150 x 1cm
/ > 0,7m³ (after Boxhome), 2009, AlMgSi1 (aluminium), approx. 300 x 150 x 1cm

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Raum (Schlafzimmer), 2009, C-Print auf Voll-Aluminium, 60 x 90 x 2cm
/ room (bedroom), 2009, c-print on aluminium, 60 x 90 x 2 cm

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Durchgang, 2009, Passepartoutkarton, Siebdruckfarbe, ca. 120 x 90 x 2cm
/ passage, 2009, passepartout board, silkscreen colour,
approx. 120 x 90 x 2 cm

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o. T., 2007, C-Print
/ untitled, 2007, c-print

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o. T., 2007, schwarz/weiß Fotografie (Handabzug)
/ untitled, 2007, black-and-white photography (hand proof)

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o. T., 2007 C-Print
/ untitled, 2007, C-Print

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o.T. (Serie), 2006, schwarz/weiß Fotografie (Handabzug)
/ untitled (series), black-and-white photography (hand proof)

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© Denise Winter